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Bald fliegen die Späne - Durchforstungsarbeiten im Stadtwald beginnen Anfang Juli

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Damit der Wald seine vielfältigen Funktionen erfüllen kann – als Erholungsraum, Lebensraum, Wirtschaftsfaktor sowie Schutz vor Klima- und Umwelteinflüssen – ist eine regelmäßige Pflege unerlässlich. Wird ein Wald nicht bewirtschaftet, kann er instabil werden, was Schadinsekten begünstigt. Zudem erhöhen trockene, abgestorbene Äste und Bäume das Risiko von Waldbränden erheblich.

„In vielen unserer heutigen Waldbestände ist eine natürliche Verjüngung und Selbstpflege nicht mehr möglich“, erklärt Matthias Barthel, der für die Bewirtschaftung der Rheinsberger Wälder zuständige Förster. „Durch gezielte Pflegemaßnahmen entnehmen wir schwache oder konkurrierende Bäume, um die Verbleibenden zu stärken und langfristig hochwertiges Holz zu gewinnen.“ So bleibt der Bestand gesund und widerstandsfähig gegenüber biotischen und abiotischen Schäden.

Konkret betrifft dies Anfang Juli rund 25 Hektar Kiefernwald im Stadtwald östlich von Rheinsberg sowie in der Gemarkung Dorf Zechlin. Die Durchforstung erfolgt maschinell: Ein Harvester fällt und zerkleinert die Bäume, anschließend transportiert ein Rückezug das Holz zur Abfuhr an den Waldweg.

„Bei der Bewirtschaftung unseres Waldes denken wir auch an die kommenden Generationen“, betont Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow. „Deshalb werden wir im Herbst auf einem Teil der bearbeiteten Flächen neue Bäume pflanzen. Um den Anteil heimischer Laubbäume zu erhöhen, setzen wir auf eine Mischung aus Eichen, Buchen und Linden.“ Die Arbeiten werden unter anderem von Rheinsberg in Richtung Menz stattfinden sowie in Richtung Köpernitz.

Ein weiterer Teil der Maßnahmen ist die Wiederbewaldung einer rund 3,5 Hektar großen Fläche östlich der Stadt, die im Sommer 2023 einem Waldbrand zum Opfer fiel. Auch hier werden standortgerechte Laubbäume als neue Generation eingebracht.