Bürgerzentrum Rheinsberg als „Denkmal des Monats“ ausgezeichnet
Meldung aus RheinsbergWürdigung eines langfristigen Sanierungsprojekts im historischen Stadtkern
Am 19. Mai ist das Bürgerzentrum in der Seestraße 9 und 10 als „Denkmal des Monats“ der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg ausgezeichnet worden.
Im Mittelpunkt steht ein Projekt, das über viele Jahre hinweg entwickelt und umgesetzt wurde und heute eine zentrale Funktion für die Stadt erfüllt.
An der Veranstaltung nahmen vor allem Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Bauamt und dem unmittelbaren Projektumfeld teil. Vor Ort waren unter anderem Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow sowie der Amtsdirektor von Gransee, Nico Zehmke, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.
Nach einer kurzen Einführung und einigen Worten zum Projekt verlagerte sich der Termin vor das Gebäude. Dort wurde die Auszeichnung übergeben. In diesem Zusammenhang wurde auch die Plakette gezeigt, die künftig am Bürgerzentrum angebracht wird. Überreicht wurde die Auszeichnung durch Nico Zehmke.
Entscheidung für den Standort im Stadtkern
Die Gebäude in der Seestraße gehen auf die Zeit kurz nach 1740 zurück und wurden über viele Jahrzehnte unterschiedlich genutzt, unter anderem als Hotel und Veranstaltungsort. Seit den 1990er Jahren standen sie leer und waren in einem zunehmend schlechten Zustand.
Die Entscheidung zur Sanierung fiel im Jahr 2008. Vorausgegangen waren längere Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung der Verwaltung. Statt eines Neubaus außerhalb der Stadt wurde bewusst der Weg gewählt, die bestehenden Gebäude im historischen Stadtkern zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Die Bauarbeiten erstreckten sich von 2012 bis 2024.
Arbeiten im Bestand
Die Sanierung erfolgte unter anspruchsvollen Bedingungen. Große Teile der ursprünglichen Substanz waren nicht mehr vorhanden. Erhaltene Bauteile wurden gesichert und integriert, fehlende Bereiche in Anlehnung an die historischen Strukturen ergänzt.
Gleichzeitig wurde das Gebäude technisch auf einen aktuellen Stand gebracht. Die Versorgung erfolgt heute über das Fernwärmenetz der Stadt.
Nutzung heute
Mit der Fertigstellung im Jahr 2024 ist ein zentraler Ort für die Stadt entstanden. Im Bürgerzentrum befinden sich heute die Stadtverwaltung, das Bürgerbüro, ein Trauzimmer, der Bürgersaal sowie die Stadtbibliothek.
Der frühere große Saal des Hauses ist heute wieder als Bürgersaal Teil des öffentlichen Lebens.
Ein Projekt mit langem Vorlauf
Die Entwicklung des Projekts zog sich über viele Jahre. Bereits in den 1990er Jahren standen die Gebäude leer. Bis zur Grundsatzentscheidung im Jahr 2008 und der anschließenden Umsetzung vergingen weitere Jahre.
Mit der Auszeichnung wird dieses langfristige Engagement nun auch über die Stadt hinaus sichtbar.
Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow verwies in diesem Zusammenhang auf den langen Weg des Projekts:
„Der Bau war von vielen Höhen und Tiefen geprägt, aber mittlerweile sind sich alle darüber einig, dass das Rathaus ein absolut gelungenes Bauprojekt ist, zumindest im Ergebnis.“
Im Anschluss an die Übergabe nutzten die Beteiligten die Gelegenheit, sich im Gebäude weiter auszutauschen. Im Bürgersaal kam man bei Kaffee und Kuchen noch einmal ins Gespräch, während ein kurzer Film im Hintergrund die Gebäude vor der Sanierung zeigte und die Entwicklung bis zum heutigen Bürgerzentrum nachzeichnete.