Rheinsberger Frauenarztpraxis scheitert am Landratsamt
Meldung aus RheinsbergDas Landratsamt war über 10 Monate nicht in der Lage über einen Antrag zu einer baulichen Nutzungsänderung zu entscheiden, um eine dringend gebrauchte Frauenarztpraxis zu ermöglichen.
In der Stadt Rheinsberg möchte eine Frauenärztin eine Praxis eröffnen. Der medizinische Bedarf ist eindeutig vorhanden. Überall werden für leerstehende Arztpraxen Ärzte gesucht. In Rheinsberg gibt es eine Frauenärztin, die eine Praxis eröffnen will.
Zahlreiche Schreiben und Gesprächsanfragen wurden vom Landrat Ralf Reinhardt (SPD) abgebügelt. Am 16.07.2025 wurde ein Gespräch mit dem Bürgermeister mit der schriftlichen Begründung abgelehnt:
„Die Entscheidung über den Bauantrag wird entsprechend innerhalb der nächsten Tage versandt.“
Nach über 3 Monaten sowie weiteren Nachfragen gibt es immer noch keine Entscheidung. Der potenzielle Vermieter hat nun nach über 10 Monaten mitgeteilt, dass er die freistehenden Mieträume anderweitig vermieten wird, da er sich das Warten nicht länger erlauben kann.
Hat der Landrat die falschen Prioritäten oder möchte er seine persönliche Befindlichkeiten auf dem Rücken der Gesundheitsversorgung austragen?
Hierzu äußert sich der Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow:
„Wer einen politischen Kleinkrieg auf den Rücken der medizinischen Versorgung führt und somit auf den Rücken von Frauen sollte zurücktreten, da er offenbar nicht in der Lage ist die Interessen der Bürger zu vertreten. Die umfassende Änderung des Bauantrages zum Asylheim in Flecken Zechlin konnte das Landratsamt in nicht einmal 24 Stunden bearbeiten. Es zeigt erneut ein Grundproblem auf. Wenn ein Landrat nicht im eigenen Landkreis wohnt und nicht von den Bürgern direkt gewählt ist, kommt solch eine Politik heraus.“
Weitere Rückmeldungen und Erwartungen können Bürger dem Landratsamt in Neuruppin zukommen lassen oder ihren Kreistagsabgeordneten mitteilen.
Sie dürfen erwarten, dass sich der Landkreis für ihre gesundheitlichen Interessen einsetzt und persönliche Motive hinter denen der Bevölkerung hinten anstellt.