Pionier der Polarforschung

Alfred Wegener unternahm als Polarforscher vier große Expeditionen nach Grönland. 1906–08 nahm er an der Danmark-Expedition von Ludvig Mylius-Erichsen an der Ostküste Grönlands teil (bei der der Expeditionsleiter ums Leben kam). 1912–13 folgte gemeinsam mit dem dänischen Polarforscher Johan Peter Koch die Erforschung der unbekannten Gebiete Zentralgrönlands, wobei die Expedition die Insel von Ost nach West durchquerte. Nur durch einen glücklichen Zufall wurden die Teilnehmer am Ende ihrer Reise gerettet. 1929 reiste er an die westgrönländische Küste, um Aufstiegsrouten auf das Inlandeis zu erkunden. Schließlich leitete er selbst die große Deutsche Grönland-Expedition von 1930–31, bei der erstmals Menschen auf dem Inlandeis in »Eismitte« überwinterten. Wegener selbst kam im November 1930 bei der Rettung seiner Kameraden im ewigen Eis ums Leben.